Zahlen die Behörden denn für solche Hinweise und Beweise?

Ja! Wie der Fall „Zumwinkel“ (bzw. Liechtenstein) bewiesen hat, ist das der Fall. Hier wurden 5 Millionen Euro für gestohlene Unterlagen einer Liechtensteiner Bank gezahlt. Das hat sich für das Finanzamt gelohnt, aber auch für den Daten-Lieferanten.

Wie viel Geld kann ich erwarten?

Das hängt vom Einzelfall ab. Wir übernehmen ohnehin nur hinreichend klare Fälle mit ordentlicher Beweissituation. Je höher die hinterzogene Summe, umso höher auch Ihre Belohnung. Da wir 15% der Belohnung für unsere Bemühungen behalten, liegt es in unserem Interesse, möglichst hohe Summen zu erzielen.

Im Fall der „Liechtenstein-DVD-Affäre“ wurden 4,2 Mio. Euro Belohnung für 50 Millionen Euro Volumen (Quelle: Die Welt) bezahlt. Das entspricht 5.000 Euro Belohnung für 60.000 Euro Hinterziehungssumme, oder 50.000 Euro Belohnung für 600.000 Euro. Diese Zahlen können natürlich nicht garantiert werden, es kommt – wie gesagt – auf den Einzelfall an.

Dabei kann es auch vorkommen, dass eine Belohnung erst bezahlt wird, wenn das Finanzamt durch eine Fahndungsprüfung tatsächlich Nachforderungen stellen kann. In jedem Fall übernehmen wir sämtliche Verhandlungen und arbeiten die notwendigen Verträge aus. Sprechen Sie uns an!

Wird steuerverrat unter Umständen zum Mitwisser?

Nein. Wir möchten ausdrücklich nur anonymisierte Beweise ohne Namen (bzw. mit unkenntlich gemachten Namen) zur Sichtung erhalten. Die Nennung der Namen erfolgt erst nach einer Einigung mit den Behörden über die Höhe und Art der Belohnung.

Kann ich vollständig anonym bleiben?

Ja, das ist möglich.

Wenn Sie vollständig anonym bleiben möchten, müssen Sie allerdings nachvollziehbare Details zum möglichen Täter und zur möglichen Tat nennen können. Anonyme Anzeigen, die im Prinzip auch ein völlig Fremder erstatten könnte, werden in der Regel nicht verfolgt. Es muss klar werden: Hier hat der Informant nachprüfbar Insider-Wissen, die Anzeige ist deshalb glaubhaft.

Etwas einfacher ist es, wenn Sie bereit sind, vor der Staatsanwaltschaft auszusagen. Dann genügt möglicherweise auch eine glaubhafte Schilderung des Falles. Vor Gericht müssen Sie nicht aussagen, selbst in diesem Fall bleiben Sie für den Täter anonym.

Wenn Sie bereit sind, auch vor Gericht auszusagen, ist unsere Verhandlungsposition natürlich optimal. 

Wird es einen Vertrag geben?

Ja, natürlich.

Im Vorfeld einer Einigung mit den Behörden arbeiten wir zunächst allerdings nur mit völlig anonym bleibenden Informanten, auch die Täter etc. müssen anonym bleiben. Auf Basis dieser völlig anonymen Informationen sprechen wir die Behörden an und verhandeln, mit dem Ziel der Aussetzung einer Belohnung. Erst wenn eine schriftliche Einigung mit den Behörden erreicht worden ist, schließen wir einen Vertrag mit dem Informanten. Einen Vertragsentwurf können Sie hier herunterladen. Im Bedarfsfall kann der Vertrag selbstverständlich individuell angepasst werden.

Die Anonymität unseres Informanten bis zur Einigung mit den Behörden auch uns gegenüber stellt sicher, dass die Behörden nicht durch eine Zeugenbefragung unserer Mitarbeiter ganz ohne Belohnung an den Namen des Informanten gelangen können. Wir melden den Behörden alles, was wir selbst wissen - mehr liefern wir erst nach erfolgter Aussetzung der Belohnung.

Wie ist die übliche Vorgehensweise der Fa. Steuerverrat?

Fälle werden uns durch emails (von anonymen email-Adressen, z.B. AnonymerInformant@web.de) oder telefonisch (mit unterdrückter Rufnummer) angetragen.

Zunächst prüfen wir jeden Fall hinsichtlich seiner Eignung für unser Modell. Ein Fall muss ernsthaft und glaubwürdig sein. Ein gewisses Mindestvolumen muss natürlich auch absehbar sein.

Dann erstellen wir – auf der Basis der Informationen unseres noch anonymen Kunden – eine anonymisierte Fallbeschreibung, in der keinerlei Namen etc. genannt werden. Nach der Freigabe durch den Informanten treten wir mit dieser Fallbeschreibung an die zuständige Staatsanwaltschaft heran und beginnen mit den Verhandlungen.

Ist die Staatsanwaltschaft interessiert, treffen wir eine belastbare schriftliche Vereinbarung mit der Behörde. Erst dann vereinbaren wir mit unserem Kunden (also dem Informanten) einen Vermittlungsvertrag.

Wann wird eine Belohnung normalerweise ausgezahlt?

In der Regel versuchen wir, die Auszahlung der Belohnung bereits bei Anklageerhebung bzw. bei Erlass eines Strafbefehls gegen den gemeldeten Täter zu vereinbaren. In Ausnahmefällen kann auch eine frühere Auszahlung in Betracht kommen.

Unter Umständen ist es auch möglich, dass die Behörde erst bei einer rechtskräftigen Verurteilung eine Auszahlung vornehmen kann. Wir versuchen, dies zu vermeiden, da möglicherweise viel Zeit bis zu einer solchen Verurteilung vergehen kann. 

Wie kontaktiere ich Steuerverrat als Informant?

Dazu ist es unbedingt erforderlich, dass Sie sich anonym an uns wenden. Wenn Sie uns anrufen, so unterdrücken Sie bitte Ihre Rufnummer. Wenn Sie uns eine email schreiben, dann verwenden Sie bitte eine anonyme email-Adresse, die Sie zum Beispiel bei www.web.de, www.yahoo.de  oder www.hotmail.com einrichten können.

Wir wollen und dürfen Ihren Namen und Ihre Identität aus Sicherheitsgründen erst wissen, wenn eine Einigung mit den Behörden vorliegt. Erst dann wird auch ein schriftlicher Vertrag geschlossen.

Eignet sich Steuerverrat als Racheinstrument, um jemanden grundlos zu beschuldigen?

Nein, überhaupt nicht. Wir prüfen jeden Fall auf seine Plausibilität und Seriösität, bevor wir mit den Behörden in Kontakt treten. Diese Prüfung findet in jedem Fall unter Einbeziehung unserer Rechtsanwälte statt. Belohnungen werden in der Regel frühestens ausgezahlt, wenn ein Ermittlungsverfahren zu einer Anklageerhebung bzw. zu einem Strafbefeherlass geführt hat. Grundlose oder falsche Beschuldigungen führen also prinzipiell nicht zur Auszahlung einer Belohnung.

Unsere Informanten können uns gegenüber nicht anonym bleiben, da wir einen Vertrag schließen müssen. Dies geschieht zwar erst nach erfolgter schrifgtlicher Einigung mit den Behörden, aber wir legen Dinge wie den Namen des Beschuldigten erst vor, wenn wir den Namen des Informanten kennen. Eine falsche Beschuldigung kann also für einen Informanten gefährlich werden.

(Strafbare) grundlose oder falsche Beschuldigungen gehen in der Regel anonym direkt bei den Behörden ein.

Ist steuerverrat ein legitimes Unternehmen?

Ja, natürlich. Wir haben bei der Stadt Hagen offiziell ein Gewerbe angemeldet und sind voll steuerpflichtig. Näheres finden Sie im Impressum.

Ist die Weitergabe solcher Beweise gegen eine Belohnung nicht moralisch verwerflich?

Nein, sicher nicht. Steuerhinterziehung ist eine Straftat, ebenso wie Körperverletzung oder Diebstahl. Sie helfen also nur bei der Aufklärung einer Straftat. Schämen sollte sich der Steuerhinterzieher, nicht derjenige, der dazu beiträgt, den Täter dingfest zu machen.

Aus nicht nachvollziehbaren Gründen gilt Steuerhinterziehung häufig als „Kavaliersdelikt“, aber in Wahrheit entzieht sich ein Hinterzieher seinen gesetzlichen Pflichten und bürdet den Steuerausfall den ehrlichen Bürgern auf.

Sind Belohnungen in diesem Umfeld nicht eher ungewöhnlich?

Nein.

Belohnungen zur Aufklärung von Straftaten sind durchaus üblich und oft genau geregelt. Wer möchte, kann einfach einen Text wie zum Beispiel:

„Aussetzung von Belohnungen für die Mitwirkung von Privatpersonen bei der Aufklärung strafbarer Handlungen“

in eine Suchmaschine eingeben, es finden sich viele Erlasse der einzelnen Bundesländer.

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Steuerverrat arbeitet auf reiner Provisionsbasis. Im Erfolgsfall berechnen wir 15% der erzielten Belohnung, zahlbar erst nach Auszahlung dieser. Ihre etwaigen Kopier- und Portokosten (ggfs. Telefon- und/oder Fahrtkosten) tragen Sie natürlich selbst, der Umfang dürfte sich aber auf sehr kleine Summen beschränken. Wir berechnen keinerlei Auslagen.

Kann ich auch einen Rechtsanwalt einschalten?

Ja. Dies steht Ihnen natürlich frei. Wir reden gern mit Ihrem Anwalt. Etwaige Kosten für die Rechtsberatung und die Leistungen des Rechtanwalts tragen Sie natürlich selbst.

Mit welchen Behörden verhandelt Steuerverrat?

In erster Linie sprechen wir die zuständige Staatsanwaltschaft an. Diese kann bis zu einer bestimmten Höhe (je nach Bundesland unterschiedlich) selbst eine Belohnung aussetzen. Bei höheren Belohnungen muss das Justizministerium zustimmen. Wir stehen mit vielen Staatsanwaltschaften und Finanzämtern sowie dem BND in Verbindung.